"Lieber Herr O., wie schaut's denn nun aus?"
"Wie: Wie schaut's aus?"
"Na komm, du weißt schon..."
"Nö, weiß nicht."
"Na, nach den ersten Monaten halt. So zwischenmenschlich."
"Die Kollegen, meinst du? Ach, das geht schon."
"Mööönsch, jetzt lass dir doch nicht jedes Wort aus der Langnase ziehen! Frauentechnisch natürlich! Wie schaut's denn nun aus? Schon was aus dem Gelben Meer gefischt...?"
Dieser selbstverständlich völlig fiktive Dialog wiederholt sich mit schöner Regelmäßigkeit, und zwar gar nicht so sehr fiktiv, wenn ich mit dem heimatverbundeneren Teil meines Freundeskreises ins Gespräch trete. Meine Antwort ist dabei immer der gleiche, langweilige, ungläubige Enttäuschung hervorrufende Satz "Läuft nüscht."
Dass hier nüscht läuft, habe ich mir dabei natürlich selbst zuzuschreiben - hängen doch sogar am schwarzen Brett meines Wohnheims mehr als eindeutige Zuwendungshilferufe und Angebote. Aber (und es gibt ja immer ein "aber", oder besser gesagt ein "but") irgendwie hat mich bisher irgendetwas davon abgehalten, da mal anzurufen. Ein Fehler? Nun, urteilt selbst. Hier ein aktuelles Dokument der Zeitgeschichte zum Draufklicken.